Käsefondue - so einfach, so lecker!


Käsefondues sind vor allem im Herbst und Winter ein beliebtes und traditionelles Gericht in geselliger Runde.

Für echten Käsefondue-Genuss benötigt man ein Käsefondue-Set, eine leckere Käsemischung sowie Beilagen zum "Eintunken".

Schmackhafte Käsemischungen erhält man im Käseladen um die Ecke oder man kauft leckere Alpenkäse-Fertigmischungen.

Mit einem Käsefondue-Set und einer leckeren Käsemischung gelingt dir der Alpen-Klassiker im Handumdrehen. Guten Appetit!

Käsefondue - mmmmh, lecker.

Käsefondue wird gerne auch als „fondue au fromage„ oder „fonduta al formaggio„ bezeichnet. Ein Käsefondue ist ein traditionelles Gericht aus geschmolzenen Käsesorten. Der für das klassische Käsefondue verwendete Käse stammt meist aus der französischen Schweiz. Für das traditionelle Käsefondue werden meist die Käsesorten "Vacherin" und "Greyerzer" verwendet.

Ein Käsefondue ist ein einfaches, schnell zubereitetes und schmackhaftes Gericht, welches meist in geselliger Runde genossen wird. Für Käsefondues werden unterschiedliche Käsefondue-Sets angeboten.

Unterschiedliche und regionale Varianten

Ein typisches Käsefondue in der Schweiz besteht traditionell aus der klassischen Käsemischung " 50% Vecherin / 50% Greyerzer " sowie Maisstärke, Knoblauch, Pfeffer, Weißwein und etwas Kirschwasser. Wesentlich beim Käsefondue ist selbstverständlich die individuelle, würzige Käsemischung.

Je nach Region werden Käsefondues in der Schweiz gerne auch in unterschiedlichen, regionalen Variationen zubereitet. Ein Beispiel für eine regionale Variation ist das Appenzeller Fondue, welches zu 100% aus Appenzeller Käse zubereitet wird. Eine beliebte Käsemischung in der Ostschweiz besteht aus 1/3 Greyerzer, 1/3 Appenzeller und 1/3 Tilsiter. Im Bereich Genf ist eine Mischung aus 2/3 Greyerzer und 1/3 Raclettekäse üblich.

Obwohl man die Käsemischung bei der Zubereitung erhitzt, verbleiben doch Reste des verwendeten Alkohols im Fondue. Wer ein alkoholfreies Käsefondue geniessen möchte, kann auf Süßmost oder Brühe ausweichen. Wichtig hierbei ist die zusätzliche Verwendung von Zitronensaft, welcher verhindern soll das die Käsemischung zäh wird. Inzwischen bieten einzelne Hersteller von Fertigmischungen auch alkoholfreie und laktosefreie Käsemischungen an.

Die Zubereitung eines Käsefondues

Ein Käsefondue wird natürlich immer in einem speziellen Fonduetopf zubereitet - dem sogenannten "Caquelon". Ein Caquelon ist meist aus Keramik, Steingut, Porzellan oder aus Gusseisen gefertigt. Unter dem Fonduetopf befindet sich der Brenner - der sogenannte "Rechaud". Bei vielen Fonduetöpfen wird der Brenner mit Brennpaste bzw. Sicherheitsbrennpaste betrieben.

Und so wird ein leckeres Käsefondue zubereitet: Zunächst wird der Fonduetopf mit einer halben Knoblauchzehe ausgerieben - das sorgt für einen würzigen Geschmack. Anschliessend den Weißwein in den Topf geben und erwärmen. Nun wird die Käsemischung - nach und nach - mit einem Kochlöffel vorsichtig untergerührt. Ist der Käse im Topf, wird er einmal kurz aufgekocht. Das Kirschwasser mit der Maisstärke glatt rühren, hinzugeben und nochmals kurz aufkochen lassen - ständiges rühren nicht vergessen damit nichts anbrennt! Ist die Käsemischung glatt und geschmeidig ist das Käsefondue fertig und kann auf dem Rechaud serviert werden.

Fertigmischungen werden vorsichtig im Fonduetopf erhitzt und nach belieben individuell mit Knoblauch oder Pfeffer verfeinert. Inzwischen bieten einige renommierte Hersteller sehr leckere Käse-Fertigmischungen im Handel an, welche jedoch meist nur saisonal verfügbar sind. Grundsätzlich sollte man bei Käsemischungen je Person etwa 200-300 Gramm Käse einplanen. Im Handel wird auch spezielles Raclette & Fondue Gewürz angeboten mit dem man sein Fondue bei der Zubereitung oder nach dem eintunken verfeinern kann.

Übrigens: Traditionell serviert man zum Käsefondue natürlich kleine Brotwürfel aus Weißbrot, welches entweder geschnitten oder gerupft wird (der Profi achtet auf etwas Kruste an jedem Brotwürfel). Ganz frisches Brot ist weniger geeignet für Käsefondue, besser ist ein knackiges Brot vom Vortag. In der Schweiz kann man sogar gelegentlich spezielles Fonduebrot beim Bäcker kaufen oder vorbestellen.

Wer es lieber brotlos mag, serviert zum Fondue feine Pellkartoffeln oder klein geschnittenes Gemüse. Traditionellerweise wird zum Käsefondue ein trockener Weißwein oder Tee getrunken.

Käsefondue: Tipps & Tricks

Wenn die Käsemasse zu dickflüssig ist, kann man vorsichtig etwas Natron hinzugeben - das Natron setzt etwas Kohlenäure frei und macht so das Fondue leichter, luftiger und somit bekömmlicher.

Am Boden des Caquelon bzw. am Boden des Fonduetopfs entsteht ganz langsam das sogenannte "Crouton". Diese leckere Käsekruste wird auch gerne als "Nonne " oder "Großmutter" bezeichnet. Die Käsekruste kann zum Schluss aus dem Caquelon herausgekratzt werden. Echte Käsefondue-Profis verrühren den Rest ( ca. 1/5 der übrigen Käsemischung ) des Käsefondues mit etwas Kirschwasser und Eigelb für ein besonders kräftiges Geschmackserlebnis zum Schluss.

Geschichte & Legenden

Das Käsefondue soll von Sennen bzw. von Hirten erfunden worden sein. Oftmals auf einer abgelegenen Alp von der Außenwelt abgeschnitten, entwickelten die Sennen aus den zur Verfügung stehenden Nahrungsmitteln im Laufe der Zeit unterschiedliche Rezeptvarianten. Auf einer Alp hatte ein Senner natürlich stets "Käse & Brot" zur Verfügung. Auch wenn man von einer Legende ausgeht, macht diese Legende natürlich Sinn.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Käsefondues von Mönchen erfunden wurde, da diese in der Fastenzeit keine feste Nahrung zu sich nehmen durften. Durch das schmelzen von Käse wurde der Hunger gestillt ohne die Fastenregeln zu brechen.

Letztendlich ist die Herkunft des Käsefondues jedoch unklar. Das Käsefondue ist übrigens etwa seit 1950 ein Nationalgericht in der Schweiz. Mit fertigen Käsemischungen begann ab etwa 1980 der Siegeszug des Käsefondues in Deutschland.

Was Schweizer übrigens niemals tun würden: Käsefondue im Restaurant essen.